Wir bauen Winterraps an und zwar rund vier Hektaren. Durch die über zehnmonatige Vegetationsdauer hat Raps viele natürliche Feinde und wird deshalb als empfindliche Kultur bezeichnet.

Der Boden wird gepflügt, geeggt oder gelockert, um eine optimale Basis für die Aussaat zu schaffen. Nährstoffe können durch gezielte Düngung ergänzt werden.

Nach der Aussaat beginnen die Samen zu keimen. Die jungen Pflanzen bilden zunächst eine Rosette aus Blättern. Während des Wachstums werden Massnahmen wie Unkrautbekämpfung und Schädlingskontrolle durchgeführt. Schnecken lieben die zarten Pflänzchen. Der Raps geht während des Winters in seine Winterruhe.

Im Frühjahr beginnt sein Wachstum sehr früh. Hier erreicht er in kurzer Zeit eine Höhe von ca. 1.5m und beginnt golden zu blühen und verwandelt die Landschaft in eine goldgelbe leuchtende Blütenpracht. Eine Besonderheit: Nebst der Befruchtung durch Bienen kann sich die Rapspflanze auch selbst befruchten.

Nach der Blüte bilden sich Schoten, in denen die Rapskörner heranwachsen. Die Samen reifen, bis sie einen optimalen Ölgehalt erreicht haben. Sobald diese abgedörrt und die Körner hart sind, kann mit der Ernte begonnen werden.

Mit Mähdreschern wird der Raps geerntet. Dabei werden die Schoten geöffnet und die Samen herausgelöst. Die Ernte erfolgt meist im Sommer, wenn die Samen vollständig gereift sind.

Die Körner werden in der nahen Sammelstelle von Fremdstoffen gereinigt und auf 5% Feuchte getrocknet, so dass sie lagerfähig bleiben.
Nach einer Lagerreife von rund 3 Monaten können die Körner gepresst werden.
